Sind Luftkühler gesundheitsschädlich oder gefährlich?

Wenn im Sommer die Hitze drückt und jedes bisschen Abkühlung dabei hilft, den Tag besser durchzustehen, dann sind Luftkühler eine beliebte Methode geworden, sich eine frische Brise ins Zimmer zu holen.

Der leicht gekühlt Luftstrom, der von diesen Geräten ausgeht, ist oft nur wenige Grad kälter als die eigentliche Raumluft. Trotzdem haben Luftkühler oft damit zu kämpfen, dass sie als gesundheitsschädlich einzustufen sind, stimmt das und woher kommt diese Einschätzung?

Wasser und Bakterien

Luftkühler arbeiten mit Wasser bzw. einem Wassertank. Das Wasser verdunstet über spezielle Matten oder Schwämme und sorgt so dafür, dass die Luft abgekühlt wird. Dieses warme und feuchte Milieu finden allerdings auch Bakterien ziemlich gut und können in den Tanks und Matten oder Schwämmen über die Zeit ein ungesundes Ausmaß annehmen.

Wie schnell das Wasser zu einer Brutstätte wird, das kann man im Selbstversuch sehen, wenn man ein Glas Wasser auf die Fensterbank in die Sonne stellt. Nach ein paar wenigen Tagen würde das sicher niemand mehr trinken wollen.

Wichtig bei allen Geräten, die mit Wasser betrieben werden ist es, immer frisches Wasser zu nutzen und die Geräte nach den Angaben des Herstellers zu reinigen. So ist es auch beim Luftreiniger, denn die hohe Temperatur im Sommer macht eine schnelle Ausbreitung für Bakterien noch wahrscheinlicher.

Luftkühler und Schimmel

Häufig gehört, aber meiner Meinung nach kein so großes Problem, ist die Gefahr durch Schimmel.

Luftkühler arbeiten mit Wasser, das verdunstet und dadurch erhöhen sie tatsächlich leicht die Luftfeuchtigkeit. Nun ist es aber so, dass die relative Luftfeuchtigkeit im Sommer generell sehr hoch ist, deutlich höher als im Winter. Einfach gesagt bedeutet das, dass die Luft im Sommer um einiges mehr Wasser einspeichern kann als im Winter und Luftkühler produzieren keine Unmengen an Feuchtigkeit.

Trotzdem sollte man natürlich wissen, dass es tatsächlich so ist, dass Luftkühler die Luftfeuchtigkeit erhöhen können und damit bessere Bedingungen für Schimmel schaffen. Die Gefahr ist bei regelmäßigem Lüften und dem Einsatz der Geräte im Hochsommer aber nicht besonders hoch.
Wer ganz sicher gehen will, der kann sich die ersten Tage, die der Luftkühler im Einsatz ist ein Hygrometer in das entsprechende Zimmer stellen und so die Luftfeuchtigkeit im Auge behalten.

Kleiner Tipp, mit dem Hygrometer kann man auch sehen, ob die Luftfeuchtigkeit im Winter sehr niedrig in den Räumen ist. Unter 40 % kann die trockene Luft die Haut und Schleimhäute reizen bzw. Erkältungen begünstigen. Das Tolle an einem Luftkühler ist, dass man ihn im Winter als Luftbefeuchter nutzen kann.

Erkältungen durch Luftkühler

Die Leistung eines Luftkühlers reicht im Normalfall nur, um die Luft im direkten Umfeld des Gerätes bzw. im Luftstrom und ein paar wenige Grad abzukühlen. Genau gesagt sind es 2 bis 4 Grad weniger und in den meisten Fällen wird das nicht ausreichen, um eine Erkältung auszulösen, wie man es oft bei Klimaanlagen hört.

Besonders empfindliche Menschen sollten trotzdem aufpassen, dass sie den Luftstrom nicht zu stark auf den Körper richten, denn in Kombination mit dem Schweiß auf der Haut kann der kühlende Effekt zu einer leichten Verkühlung führen. Hier kommt es natürlich auch sehr drauf an, in welche Stärke bzw. mit welcher Leistung das Gerät betrieben wird.

Ebenfalls sollten Sie, wenn Sie ganz sicher gehen wollen, vermeiden den Luftstrom in der Nacht auf den Körper zu richten. Das ist schon bei einem einfachen Ventilator keine gute Idee, denn der auch hier, kann der Luftstrom in Kombination mit dem in der Nacht produzierten Schweiß zu einer leichten Unterkühlung führen.

Fazit

Abschließend kann man zusammenfassen, dass Luftkühler kein besonders Gefahrenpotential für unsere Gesundheit darstellen. Wichtig ist allerdings, dass man ein paar Kleinigkeiten wie z.B. das regelmäßige Reinigen des Gerätes beachtet.

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