Reizhusten lindern: Die besten Hausmittel und Tipps

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Reizhusten wird von vielen Betroffenen als nervig und lästig empfunden.

Husten wird dann als Reizhusten bezeichnet, wenn es sich um einen trockenen Husten handelt.

Er tritt häufig vor und nach einer Erkältung auf.

In der Phase vor der Erkältung dient der Husten dazu, die Erkältungsviren aus dem Körper zu befördern. Durch den Reizhusten werden die Schleimhäute gereizt und können sich entzünden. Diese Art von Husten ist besonders abends und nachts sehr belastend, da sie die Betroffenen am Schlafen hindert.

Wird der Reizhusten nicht von einer Erkältung hervorgerufen, können auch Umwelteinflüsse oder Staubpartikel der Grund sein. Der Körper möchte sich der eingedrungenen Fremdkörper schnell wieder entledigen und reagiert auf diese Fremdkörper mit einem trockenen Husten.

Reizhusten tritt häufiger in der kalten Jahreszeit auf als in den warmen Sommermonaten.

Das liegt an der geringeren Luftfeuchtigkeit. Durch die kälteren Temperaturen kann die Luft nicht so viel Feuchtigkeit aufnehmen. Das führt auf der einen Seite zu einem Austrocknen der Schleimhäute und zum anderen können Erkältungsviren in der trockeneren Luft länger überleben.

Was ist Reizhusten?

Als Reizhusten wird generell ein trockener und unproduktiver Husten bezeichnet.

Der Unterschied zwischen produktivem Husten ist, dass beim Reizhusten kein Auswurf während des Hustens auftritt. Beim produktiven Husten versucht der Körper, sich von Schleim und Krankheitserreger zu befreien. Der unproduktive Husten hat hingegen keine gesundheitsfördernde Funktion.

Reizhusten, der nicht durch eine Erkältung ausgelöst wird, entsteht, wenn ein Fremdkörper in die Atemwege gelangt. Dieser Fremdkörper löst dann an den Hustenrezeptoren in den Bronchien den Hustenreflex aus.

Dieser Reiz wird an das Gehirn weitergeleitet.

Als Folge verschließt sich der Kehldeckel. Die Zwischenrippenmuskulatur und das Zwerchfell ziehen sich zusammen. Durch den aufgebauten Druck kann die Luft dann explosionsartig ausgestoßen werden.

Tritt der Reizhusten als Vorbote einer Erkältung auf, wird der Husten im Laufe der Zeit zu einem produktiven Husten. Bis dies eintritt, kann es jedoch etwas dauern. In dieser Zeit werden die Schleimhäute durch das Husten sehr stark gereizt. Dadurch kann wiederum der Hustenreiz verstärkt werden.

Besonders häufig sind Vielsprecher von Reizhusten betroffen.

Durch langes und lautes Sprechen wird die Stimme stark beansprucht. Dies hat eine Austrocknung der Mund- und Rachenschleimhäute zur Folge.

Durch Heizungsluft oder häufigen Raumwechsel können diese Symptome verstärkt werden.

Auch die Luftqualität hat Auswirkungen auf die Schleimhäute.

Menschen mit Erkältung sind ebenfalls häufig von Reizhusten betroffen. Dieser kann Vorbote der Erkältung sein. Oftmals wandelt sich der produktive Husten während der Erkältung zu einem unproduktiven Husten, wenn die Erkältung abklingt.

Die Dauer des Reizhustens ist sehr unterschiedlich.

Als Vorbote einer Erkältung dauert er normalerweise zwei bis drei Tage, bis er zu einem produktiven Husten wird. In der Abheilungsphase kann der Reizhusten bis zu acht Wochen anhalten. Wer unter Reizhusten leidet und nicht von einer Erkältung betroffen ist, sollte seine Umwelteinflüsse überprüfen und bei länger andauernden Beschwerden einen Arzt aussuchen.

Reizhusten durch trockene Luft

Reizhusten tritt besonders häufig im Winter auf.

Das liegt daran, dass die Luft im Winter trockener ist.

Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen als warme Luft. Hinzukommt außerdem, dass durch das Heizen, die Luft gerade in Wohnräumen noch trockener wird. Die eh schon trockene Luft wird erwärmt, was bedeutet, dass die Luftfeuchtigkeit noch weiter abnimmt. Durch die trockene Luft trocknen die Schleimhäute aus und es kann zu Reizhusten kommen.

Ein anderer Punkt ist, dass die Erkältungsviren in der trockenen Luft deutlich länger überleben können.

In Kombination mit den trockenen Schleimhäuten, welche das Immunsystem schwächen, kommt es im Winter deutlich häufiger zu Erkältungen.

Deshalb ist es wichtig, auf ein gesundes Raumklima zu achten und die Raumtemperatur und die relative Luftfeuchtigkeit entsprechend der Jahreszeit und den Außentemperaturen anzupassen.

Hausmittel gegen Reizhusten

Zum Glück gibt es einige Hausmittel, die gegen Reizhusten helfen.

TEE MIT HONIG. Ein Klassiker, der bei Reizhusten helfen kann, ist Tee mit Honig. Bei Reizhusten eignet sich besonders Spitzwegerichtee, da er den Hustenreiz lindert. Honig wird diese Eigenschaft ebenfalls nachgesagt. Er reduziert den Hustenreiz und beruhigt die Bronchien. Deshalb sollte der Tee lieber mit Honig, anstatt mit Zucker gesüßt werden. Ein Teelöffel Honig vor dem Schlafen kann den Hustenreiz in der Nacht reduzieren.

INHALIEREN. Ein weiteres sehr wirksames Hausmittel gegen Reizhusten, ist das Inhalieren. Inhaliert wird mit heißem Wasser und am besten mit Salbei. Salbei hat den Effekt, dass sich die Dämpfe wie ein Schutz über die gereizten Schleimhäute legen und so dabei helfen, diese zu beruhigen. Hierfür eignen sich sowohl frische als auch getrocknete Salbeiblätter. Diese sollten mit kochendem Wasser übergossen werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass das Wasser beim Inhalieren nicht mehr zu heiß ist.

ZWIEBELN MIT HONIG. Zwiebeln mit Honig sind ebenfalls sehr beliebte Hausmittel bei Reizhusten. Hierfür wird eine Zwiebel in kleine Würfel geschnitten und anschließend mit einem Esslöffel Honig bei niedriger Temperatur gekocht. Nach dem Kochen sollte das Ganze etwas stehen gelassen werden.

Es ist ratsam, drei bis vier Teelöffel pro Tag einzunehmen. Sowohl die Zwiebel als auch der Honig haben eine beruhigende Wirkung. Die Zwiebel enthält viele ätherische Öle, die Keime abtöten und entzündungshemmend wirken.

WÄRMFLASCHE. Durch den Reizhusten entstehen Verkrampfungen, die ebenfalls erneutes Husten auslösen können. Um dies zu vermeiden, sollte abends eine Wärmequelle mit ins Bett genommen werden. Eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen eignet sich hierfür besonders gut. Die Wärmequelle sollte sich der Betroffene auf die Brust legen, sodass die Wärme die betroffene Muskulatur entspannen kann.

ÄTHERISCHE ÖLE. Das Einreiben der Brust mit ätherischen Ölen, wie beispielsweise Lavendel oder Salbei, kann ebenfalls dabei helfen, den Reizhusten zu lindern. Außerdem sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, damit die Schleimhäute nicht noch zusätzlich austrocknen.

LUFTFEUCHTIGKEIT ERHÖHEN. Da ein ungesundes Raumklima ebenfalls für den Reizhusten verantwortlich sein kann, sollte auch die Luftfeuchtigkeit überprüft werden. Ist diese zu niedrig, kann sie mit ein paar einfachen Tricks erhöht werden.

Zunächst sollte darauf geachtet werden, dass richtig gelüftet wird.

Anschließend können Schalen mit Wasser, welche im Raum verteilt werden helfen, die Luftfeuchtigkeit zu steigern, effektiver ist allerdings ein elektrischer Luftbefeuchter.

Pflanzen, welche einen hohen Wasserbedarf haben, geben ebenfalls einen Teil dieses Wassers wieder an die Luft ab und tragen so auch zu einer höheren Luftfeuchtigkeit bei.

Wer die Möglichkeit hat, Wäsche in dem betreffenden Raum zu trocknen, kann so die Luftfeuchtigkeit schnell erhöhen.

Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch wird.

Ab wann zum Arzt?

Tritt während des Reizhustens eine Atemnot auf, sollte auf jeden Fall umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Auch wenn es sich um immer wiederkehrenden Reizhusten handelt oder der Reizhusten länger als zwei Wochen andauert, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursachen für den Husten zu klären.

Genauso sinnvoll ist der Arztbesuch, wenn sich der Betroffene in seinem Alltag stark eingeschränkt fühlt oder noch andere Symptome wie Fieber oder blutiger Auswurf hinzukommen.

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