Luftbefeuchter bei Erkältung: Schnelle Hilfe bei Husten und Schnupfen

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Was hat ein Luftbefeuchter mit einer Erkältung zu tun?

Mehr als Sie vielleicht auf Anhieb denken.

Doch dazu muss etwas weiter ausgeholt werden, um die Vorteile eines Luftbefeuchters erklären zu können.

Die Luftfeuchtigkeit ist ein Messwert für den Wasserdampfgehalt in der Luft.

Für den Wasserdampfgehalt spielt neben der Temperatur der Luftdruck eine Rolle.

Die relative Luftfeuchtigkeit beschreibt dabei, wieviel Wasser die Luft noch aufnehmen kann, wobei ein Wert von 100 % nicht bedeutet, dass man unterhalb des Wasserspiegels ist.

Wenn die Umgebungstemperatur 0 °C beträgt, kann die Luft 5 Gramm Wasserdampf pro Kubikmeter aufnehmen und bei 30 °C sind bis zu 30 Gramm Wasser möglich.

Das bedeutet unter anderem, dass besonders im Winter sehr wenig Wasserdampf in der Luft ist.

Wenn nun durch das Lüften kalte Luft von draußen mit einem sehr niedrigen Wasserdampfgehalt in die Wohnräume gelangt, wird sie erwärmt und das Aufnahmevermögen steigt, aber der Wassergehalt nicht.

So kommt es vor allem im Winter dazu, dass die Raumluft extrem trocken ist.

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Wie kann ein Luftbefeuchter bei Erkältung helfen?

Eine Erkältung oder grippaler Infekt entsteht, wenn sich Viren in der Schleimhaut ansiedeln und sich die Infektion auf Hals, Nase, Rachen und Atemwege ausdehnen.

Die Nase ist nicht umsonst mit Schleimhaut ausgekleidet.

Wenn diese feucht bleibt, werden Viren und Bakterien gut abgefangen und abtransportiert, was aber nur bei einer feuchten Schleimhaut funktioniert.

Die Luft kann mit einem Luftbefeuchter mit Wasser angereichert werden, und die Schleimhäute trocknen nicht so schnell aus.

Wenn sich aber schon eine Erkältung breitgemacht hat, dann kann ein Luftbefeuchter dabei helfen, die Symptome zu bessern.

Der Juckreiz in der Nase kann ebenso wie das Kratzen im Hals gelindert werden.

Da sich die Wasserdampf-Tröpfchen in der Luft verteilen, bindet sich auch der Feinstaub daran und reizt nicht noch zusätzlich die geschädigte Schleimhaut.

Nun bestätigen aktuelle Studienergebnisse, was schon lange beobachtet wurde: Viren überleben in trockener Luft länger als in feuchter.

Nicht nur das: Wenn in einem Raum die Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent beträgt, fliegen die Tröpfchen beim Husten oder Niesen nicht so weit wie in trockener Luft.

Wenn die Luft trocken ist, verdunsten diese Tröpfchen schnell und die Viren bleiben übrig, die stundenlang im Raum schweben können.

So kommt es dazu, dass man sich auch in einem Raum anstecken kann, lange nachdem der Virenträger ihn verlassen hat.

Und nicht nur aus diesem Grund sollte für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen gesorgt werden.

Schnelle Hilfe für gereizte Schleimhäute

Luftbefeuchter helfen nämlich nicht nur dabei, einem grippalen Infekt („Erkältung“) vorzubeugen, sondern auch, die angegriffene Schleimhaut zu befeuchten.

Denn zu trockene Luft verstärkt die Krankheitssymptome und der Körper wird zusätzlich belastet.

Wenn die Luft allerdings ausreichend Wasserdampf enthält, können sich die zu trockenen Schleimhäute schneller wieder regenerieren.

Wenn die Luft zu trocken ist, hat das neben dem schädigenden Effekt auf die Schleimhäute in Mund und Nase auch weitere Konsequenzen.

Der Feinstaub wird schlechter gebunden und so treten öfter Allergien auf.

Die Augen werden neben Nase und Rachenraum gereizt und brennen.

Es können Kopfschmerzen entstehen und auch Hautprobleme auftreten, manche Menschen bekommen von zu trockener Raumluft sogar Nasenbluten.

Allerdings darf die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch werden, damit sich kein Schimmel ansiedeln kann.

Auch müssen Luftbefeuchter regelmäßig gereinigt werden, damit sie sich nicht zu Keimschleudern verwandeln.

Besonders die offenen Systeme sind sehr wartungsintensiv, da hier Staub und Keime eindringen und sich schnell vermehren können.

Verschiedene Arten der Luftbefeuchter

Es gibt verschiedene Methoden, um die Luft in Wohnräumen zu befeuchten.

Grundsätzlich gibt es drei Arten von Luftbefeuchtern:

  • Verdampfer, in denen ein Heizelement verbaut ist. Dabei wird das Wasser durch Zuführung von Energie vom flüssigen Zustand in den gasförmigen Zustand überführt.
  • Verdunster, die nach dem Prinzip der natürlichen Verdunstung arbeiten, wie es beim Aufhängen von feuchter Wäsche passiert.
  • Geräte, die Wasser mittels Ultraschall zerstäuben.

Neben den verschiedenen Funktionsweisen kann man sich auch überlegen, was man von einem Luftbefeuchter erwartet.

Einige Modelle können programmiert werden oder reagieren selbstständig auf die Luftfeuchtigkeit in der Umgebungsluft.

Andere Modelle lassen sich über Knöpfe am Gerät oder über eine Fernbedienung steuern.

Da Luftbefeuchter regelmäßig befüllt werden müssen, spielt die Größe des Wassertanks eine Rolle, ebenso wie leicht er sich zur Reinigung zerlegen lässt.

Es gibt die Geräte für kleine oder große Räume.

Manche der Luftbefeuchter haben einen zusätzlichen Ionisator und/oder ein Hygrometer verbaut.

Andere wiederum können mit speziellen Aromapads Duft verbreiten.

Beim Kauf eines Luftbefeuchters kommt es also nicht nur darauf an, wieviel er kostet, sondern auch, wie er funktioniert und wie wartungsintensiv er ist.

Auf jeden Fall kann ein Luftbefeuchter Linderung bei Erkältungssymptomen bringen oder im besten Fall grippale Infekte sogar ganz verhindern.

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