Sind Luftkühler besser als eine Klimaanlage?

Jedes Jahr neue Rekordhitze und immer längere Hitzewellen, da wundert es wohl niemanden, dass die meisten Menschen auf der Suche nach einer Möglichkeit sind, sich Abkühlung zu verschaffen.

Der erste Gedanke geht oft zu einer Klimaanlage, aber bei Anschaffungskosten zwischen 300 € und mehreren Tausend Euro entscheiden sich die meisten dann doch lieber fürs Schwitzen.

Doch halt, da gibt es doch auch noch ein paar Alternativen wie Ventilatoren und Luftkühler. Die Frage ist nur, was leisten Luftkühler im Vergleich zu einer Klimaanlage?

Mit Verdunstung kühlen

Optische sehen sie fast aus wie eine Standklimaanlage, aber die Funktionsweise ist ein wenig anders, denn Luftkühler verwenden kein Kühlmittel, sie arbeiten nach dem Verdunstungsprinzip.

Im Inneren des Luftkühlers befindet sich ein Wassertank, der entweder mit Wasser oder bei einigen Modellen mit Eis gefüllt werden kann. Ventilatoren, die sich ebenfalls im Inneren befinden, saugen die warme Raumluft an und leiten sie am Wasser/Eis-Tank vorbei. Einige Modelle arbeiten auch mit Kühlkissen, durch die die Luft gepresst wird. Im Anschluss wird die Luft wieder in den Raum geleitet.

Die Luft bei dem oben beschriebenen Prozess abgekühlt, aber auch leicht befeuchtet, also sollte die relative Luftfeuchtigkeit im Raum überwacht werden. Oft wird hier vor Schimmel gewarnt, aber die Luftfeuchtigkeit ist im Sommer so hoch, dass das bisschen mehr in aller Regel nicht ins Gewicht fällt. Trotzdem sollte man ein Auge darauf haben.

Tipp: Im Winter kann ein Luftkühler als Luftbefeuchter genutzt werden, so steht er nicht den Winter über rum und staubt ein.

Was leisten die Luftkühler?

Die Frage der Fragen und hier stellt sich leider auch oft Ernüchterung ein. Luftkühler sind nicht in der Lage, einen ganzen Raum dauerhaft auf eine bestimmte Temperatur abzukühlen. Im Umkreis des Gerätes kann mit etwa 2 bis 3 manchmal auch 4 Grad weniger gerechnet werden.

Der kühle Luftstrom, der von dem Gerät ausgeht, ist trotzdem sehr erfrischend. Kann das Gerät mit Eis oder Kühl-Akkus betrieben werden, ist oft noch ein bisschen mehr Leistung zu erwarten.

Wie lange kann ein Luftkühler laufen?

Das Gerät selber kann wie ein Ventilator oder Luftbefeuchter im Grunde dauerhaft laufen bzw. solange in Betrieb sein, wie man sich in dem entsprechenden Raum aufhält.

Bei der Kühlleistung sieht es ein wenig anders aus, denn sie ist stark von der Größe des Wassertanks abhängig. Abhängig vom Wassertank und der Stufe, auf dem das Gerät betrieben wird, ist bei den meisten Geräten mit einer Kühldauer von 3 bis 5 Stunden zu rechnen.

Vorteile eines Luftkühlers

Zwar haben Luftkühler nicht die Leistung einer Klimaanlage, sie haben aber trotzdem ein paar wichtige Vorteile. Hier ein kurzer Überblick:

  • Preislich sind sie bereits für etwa 100 Euro zu bekommen und damit erheblich günstiger als Klimaanlagen.
  • Im Gegensatz zu einem Ventilator haben sie die aktive Kühlfunktion und produzieren nicht „nur“ einen Luftstrom.
  • Der Verbrauch ist deutlich niedriger als bei einer Klimaanlage.
  • Sie sind leicht und mobil und können in jedem Raum genutzt werden.
  • Sie verzichten auf klimaschädliches Kältemittel.
  • Sie verwenden keinen nervigen Abluftschlauch.
  • Sie trocknen die Luft nicht aus und reizen so auch nicht die Schleimhäute.

Gerade für Allergiker und Asthmatiker ist der letzte Punkt interessant, denn die trockene Luft, die Klimaanlagen verursachen, kann sich negativ auf Asthma und Allergien auswirken. Außerdem gibt es Luftkühler, die mit Filtern ausgestattet sind und so auch gleich noch die Aufgaben eines Luftreinigers übernehmen.

Fazit

Man kann auf keinen Fall die Leistung einer Klimaanlage erwarten, das schaffen Luftkühler einfach nicht. An heißen Tagen sorgen diese mobilen und schnell einsatzbereiten Geräte trotzdem für eine willkommene Abkühlung und eine frische Brise.

Nicht umsonst waren Luftkühler in den letzten Sommer kaum, dass die ersten heißen Tage hinter uns lagen, fast überall ausverkauft.

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