Sind Luftreiniger gefährlich? Das sollten Sie beachten

Luftreiniger können eine Vielzahl an unerwünschten Schadstoffen wie Staub, Tierhaare, Hausstaubmilben, deren Milbenkot und verschiedenste Sporen aus der Luft filtern.

Der Einsatz dieser Geräte ist besonders für Allergiker und Asthmatiker sinnvoll, da auch das mehrmalige Lüften keine dauerhafte Lösung ist.

Bestimmte Schadstoffe können jedoch nicht nur deren körperliches Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen. Auch die Gesundheit von Babys und Kindern kann negativ beeinflusst werden.

Wenn Sie sich umschauen, dann werden Sie nicht nur auf die klassischen Modelle von Luftreinigern stoßen, sondern auch auf Luftwäscher und Ionisatoren. Einerseits unterscheiden sich die Geräte voneinander. Andererseits eignen sich einige Varianten auch besser für den Einsatz gegen bestimmte Luftverschmutzungen.

Bei den deutlichen Unterschieden zwischen den Geräten stellt sich natürlich die Frage, sind Luftreiniger gefährlich?

Welche Art Luftreiniger hilft wirklich?

Mit der Bezeichnung Luftreiniger sind in der Regel alle Geräte gemeint, welche die Luft von Allergenen und Schadstoffen befreien können. Das geschieht, indem sie die Raumluft mit einer Art Ventilator ansaugen und sie durch einen Filter wie einem HEPA-Filter oder Aktivkohle-Filter pressen. Die gereinigte Raumluft wird danach wieder in den Raum geleitet.

Einige Varianten des Luftreinigers befeuchten die gereinigte Luft zusätzlich.

Klassischer Luftreiniger

Ein herkömmlicher Luftreiniger mit einem Aktivkohle- oder HEPA-Filter beziehungsweise einem Kombinationsfilter aus beiden Filterarten eignet sich ideal, um groben und feinen Staub, Hausstaub, Schimmel, Ruß, Tierhaare, Milbenkot und Zigarettenrauch aus der Luft zu entfernen. Das Gerät wirkt auch gegen einige Bakterien und Viren.

Ein HEPA-Filter arbeitet schon sehr gründlich. Die beste Reinigungswirkung wird allerdings mit einem Kombi-Filter erreicht.

Luftwäscher

Mit einem Luftwäscher lassen sich grober Staub, Hausstaub, Pollen, Schimmel, Milbenkot und Tierhaare aus der Luft filtern.

Das Gerät eignet sich also für Personen, die an einer Allergie leiden, die durch Pollen oder Haare hervorgerufen wird. Diese Partikeln sind eher groß. Gegen Feinstaub, Ruß, Rauch oder gar Viren und Bakterien wirkt er nur sehr mäßig.

Ein Luftwäscher erhöht zudem die Luftfeuchtigkeit im Raum. Das kann sich günstig auf die Symptome einer Allergie auswirken, bei der die Atemwege in Mitleidenschaft gezogen werden.

Ionisatoren

Ionisatoren entfernen Hausstaub und Grobstaub. Ihr Effekt gegen weitere Partikel wie Milbenkot, Ruß, Bakterien, Pollen und Schimmel ist jedoch nur gering.

Gegen Tierhaare hilft ein Ionisator kaum. Raucher, die in ihrer Wohnung rauchen, wie auch Asthmatiker, sollten auf den Einsatz eines Luftreinigers, der Ionisatoren nutzt, verzichten.

Bevor Sie sich also einen Luftreiniger kaufen, sollten Sie folgende Punkte bedenken:

  • Wofür wollen Sie den Luftreiniger einsetzen?
  • Sind Sie gesundheitlich beeinträchtigt?
  • Bevorzugen Sie einen bestimmten Filter?
  • In welchem Raum soll der Luftreiniger eingesetzt werden?
  • Wie groß ist dieser Raum?

Sonderfall Ionisator

Im direkten Vergleich mit Luftwäschern und Luftreinigern sind Ionisatoren zwar die günstigeren Produkte, allerdings ist ihre Reinigungsleistung geringer. Mit ihnen erfolgt auch keine klassische Luftfilterung.

Das Gerät erzeugt durch Hochspannung Ionen. Ein Ionisator stoßt sogenannte Negativ-Ionen aus, die sich im Raum mit eher großen Schadstoffen und Partikeln verbinden. Die Verbindungen werden als Cluster bezeichnet. Diese Cluster sinken mit der Zeit zu Boden und können mit einem Staubsauger aufgesaugt werden.

Auch Gerüche lassen sich durch mithilfe eines Ionisators erfolgreich binden. Gegen den Geruch von Zigarettenrauch wirken diese Geräte zwar hervorragend, jedoch werden die schädlichen Rauchpartikeln nicht vollständig gebunden. Bestandteile des Rauches verbinden sich zu Aerosolen, die noch tiefer in die menschliche Lunge vordringen können.

Vor allem erzeugen selbst die modernen Ionisatoren Ozon. Das reaktive Gas wirkt wie ein Desinfektionsmittel und tötet Keime ab. Allerdings reizt es schon bei einer geringen Konzentration die menschlichen Atemwege und kann so tatsächlich gefährlich werden, zumindest für Allergiker oder Menschen mit COPD.

Weitere Gefahren und Nachteile

In feuchten Häusern und Räumen sollte ein Luftwäscher nicht gegen Schimmelsporen eingesetzt werden, da er durch die Freisetzung von Luftfeuchtigkeit dem Schimmelbefall sogar noch begünstigt.

Damit ein Luftreiniger seine bestmögliche Filterleistung erbringen kann, sollten Sie ihn möglichst zentral im Raum aufstellen. Der Filter eines Luftreinigers sollte von Ihnen regelmäßig ausgetauscht werden. Vor dem Austausch lesen Sie am besten die Gebrauchsanleitung Ihres Gerätes durch.

Auch der Luftreiniger selbst sollte hin und wieder gesäubert werden. Ansonsten kann auch im Inneren des Gerätes Schimmel entstehen und Schimmel stellt quasi immer eine Gefährdung für die Gesundheit dar. Bei der Reinigung sollten Sie weder fließendes Wasser noch andere ätzende Reinigungsprodukte, kratzende Schwämme oder Scheuermilch verwenden.

Fazit

Luftreiniger mit einem Kombinationsfilter, einem HEPA-Filter oder Aktivkohle-Filter sind besonders für Allergiker empfehlenswert. Die Geräte sind auch optimal, um ganz normale Bedürfnisse zu erfüllen.

In geschlossenen Räumlichkeiten sollte prinzipiell ein Luftreiniger verwendet werden. Alleine die gesäuberte Luft steigert das allgemeine Wohlbefinden.

Luftreiniger mit einem integrierten Ionisator und Ionisatoren selbst sollten Sie sich besonders gut anschauen. Bedenken sie auch, dass diese Geräte Ozon erzeugen, welches Ihre Atemwege reizen kann.

Richtig betrieben und gewartet sind Luftreiniger nicht gefährlich, eher sogar das Gegenteil.

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